Der neue Entwicklungszyklus von WordPress

Das Jahr 2017 bedeutet für WordPress die Implementierung des neuen Entwicklungszyklus, den Matt Mullenweg, der Gründer und Chef von WordPress, im letzten Jahr angekündigt hatte. Von einem bisher zeitorientierten Entwicklungszyklus geht WordPress nun zu einem eher produktorientierten Zyklus über. Die Kernidee hinter dem neuen Prinzip ist, dass designspezifische Aspekte und Nutzertestversuche zeitlich vorangehen und neue Versionen erst veröffentlicht werden, wenn benutzerspezifische Verbesserungen tatsächlich fertig sind.

Auch 2017 wird Matt Mullenweg dabei als allgemeiner Produktmanager für WordPress auftreten. Zusätzlich hat Mullenweg bereits jeweils einen Design- und einen technischen Leiter für die drei fokussierten Bereiche (REST API, Editor und Customizer) bestimmt.

Für den REST API-Bereich werden Ryan McCue und Adam White die Leitung übernehmen. Ihre Hauptaufgaben werden darin liegen, eigene WordPress-interne Lösungen für die wp-admin Benutzung der neuen Inhaltsendpunkte von REST API zu entwickeln. Stand jetzt ist WordPress noch gezwungen hierfür admin-ajax.php zu benutzen.

Für den Editor-Bereich werden Matias Ventura und Joen Asmussen die Leitung übernehmen. Ihre Hauptaufgabe ist zuallererst die Weiterentwicklung des Editors. Dieser soll bei WordPress zukünftig noch benutzerfreundlicher werden. Speziell das Verfassen von Beiträgen soll zukünftig noch müheloser funktionieren als bisher. Nach den Plänen von Mullenweg, soll der Editor Vorgänge, die heutzutage noch Shortcodes oder benutzerdefinierte HTML benötigen, einfach erzeugen können. Eine mögliche Lösung hierfür ist das Shortcode UI Plugin, wobei die Liste der Ideen hier, auch von Seiten der Nutzer selbst, recht lang ist.

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Der Customizer-Bereich soll zunächst dem Editor-Team bei der Entwicklung neuer Ideen helfen, um danach diese Ideen direkt in den Customizer implementieren zu können. Nick Halsey, der Co-Betreiber der Customize Komponente, kam diese Idee auf. Laut Halsey müsste der Editor ohne eine sofortige Ausrichtung auf die Customize API langfristig sowieso wieder gänzlich neu entwickelt werden, da er die fundamentalen Probleme in Sachen Benutzerfreundlichkeit nicht adressieren würde, speziell in Bezug auf eine fehlende Live-Vorschau. Durch die Zusammenarbeit des Editor- und Customizer-Teams könnte die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit in der Inhaltserstellung auf der anderen Seite von Anfang sofort effektiver erreicht werden. Geleitet wird die Entwicklung des Customizers zukünftig von Weston Ruter und Mel Choyce. Ruter hat bereits vor einiger Zeit angefangen an einem Projekt namens „JS Widgets“ zu arbeiten, das die Customize API benutzt, um die nächste Generation von JavaScript-Geräten zu betreiben. Dies könnte die Tür für die Möglichkeit öffnen, künftig Geräte über die REST API zu managen, weshalb Ruter als bester Mann für die Leitung des Customizer-Bereichs erscheint.

Einer der Prioritäten für 2017 wird für WordPress auch bei Calypso liegen. Calypso ist die im Jahre 2015 veröffentlichte Benutzeroberfläche von WordPress.com. Laut Mullenweg soll Calypso mittelfristig aber in den Kern von WordPress integriert werden, zwar nicht in alle Elemente der WordPress.com-Version, aber zumindest in die hauptsächlichen. Mullenweg sagt auch, er könne sich vorstellen, wp-admin durch die entsprechende Calypso-Komponente zu ersetzen. So oder so ist liegt die Zukunft einer „angenehmen wp-admin Erfahrung“ ihm zufolge bei einer JavaScript-basierten Benutzeroberfläche wie eben Calypso. Automattic, Mullenwegs Firma hinter WordPress, rekrutiert bereits talentierte Plugin-Entwickler, um Calypso-taugliche Plugins zu entwickeln.

Abschließend kündigt das Unternehmen aus San Francisco an, dass Updates, die keinen der drei großen Bereiche (REST API, Editor oder Customizer) beinhalten, zwar grundsätzlich nicht mehr veröffentlicht werden, aber kleinere Updates mit kleineren technischen Verbesserungen durchaus noch zu erwarten sind. So ist gerade letzte Woche erst die neue WordPress 4.7.1-Version veröffentlicht worden.

 

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