Die wp-config.php von WordPress

Gaben die letzten Blogs eher einen Einblick in generelle Entwicklungen rund um WordPress, stellt dieser ein spezielles Element innerhalb des CMS vor, die wp-config.php. Bei der dieser handelt es sich um die Konfigurationsdatei von WordPress, wodurch sie naturgemäß eine der zentralen Dateien für WordPress ist. Die Datei enthält wichtige Informationen über die Datenbank, so z.B. über den Namen, den Host, den Usernamen und das Passwort eines Anwenders. Somit erlaubt wp-config.php WordPress, diese Informationen zu lagern und abzurufen. Darüber hinaus lassen sich über wp-config aber auch noch viele erweiterte Optionen für WordPress einstellen.

Einige der vielen Konfigurationsmöglichkeiten über wp-config.php sollen im Folgenden beschrieben werden.

Grundsätzliches

Die wp-config.php wird nicht sofort nach dem Herunterladen von WordPress existieren. Zur Erstellung der Datei kann entweder der Installationsassistent zur Hilfe gezogen werden, die Datei kann aber auch manuell erstellt werden. Dafür gibt es im WordPress-Ordner eine Datei namens wp-config-sample.php, die dann entsprechend in wp-config.php umbenannt werden muss.

Zu beachten ist unbedingt, dass wp-config.php für WordPress eine essentiell wichtige Datei darstellt. Falls die Datei nicht existiert oder falsch aufgebaut ist, wird die von WordPress betriebene Webseite nicht mehr funktionieren bzw. sie wird nicht mehr erreichbar. Zu empfehlen ist daher, dass man jegliche Änderungen an der Datei zunächst in der Testumgebung prüft, bevor man sie online stellt.

Datenbank-Konfiguration

Die Kerneinstellungen und somit der wichtigste Teil einer wp-config.php sind die Einstellungen für die MySQL-Datenbank von WordPress. Diese Einstellungen stellen die einzig verbindlichen Einstellungen in der Datei dar und müssen ohne Wenn und Aber die richtigen Werte aufweisen. Die Einstellungen selber sind als eine Liste von Konstanten dargestellt. Mit dem define-Befehl kann man eine Konstante in der PHP-Datei definieren. Hierfür werden je zwei Parameter benötigt: Zum einen der Name der Konstante und ein String oder eine Zahl (oder sonstiges) zum anderen.

Der typische Aufbau der Datenbank-Einstellungen innerhalb der wp-config.php sieht dann so aus:

1 // ** MySQL settings – You can get this info from your web host ** //
2 /** The name of the database for WordPress */
3 define(‚DB_NAME‘, ‚database_name_here‘);
4 /** MySQL database username */
5 define(‚DB_USER‘, ‚username_here‘);
6 /** MySQL database password */
7 define(‚DB_PASSWORD‘, ‚password_here‘);
8 /** MySQL hostname */
9 define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‘);

Der Aufbau ist dank der Beschreibungen über den jeweiligen define-Befehlen eigentlich selbsterklärend. Die ersten Parameter in jeder Klammer stellen, wie schon erwähnt, die Namen der Konstanten dar und dürfen nicht verändert werden. Die zweiten Parameter sind dagegen die anzugebenden Werte.

In der dritten Zeile gibt man den Namen der entsprechenden Datenbank für WordPress an, in der fünften Zeile den Usernamen des Datenbank-Benutzers und in der siebten Zeile das Passwort des Benutzers der Datenbank. In der neunten Zeile gibt man dann schließlich den Server an, auf welchem die relevante Datenbank zu finden ist. Normalerweise muss man hier nichts ändern, da der „localhost“ in den meisten Fällen der Richtige ist. In seltenen Fällen wird hier aber auch eine IP-Adresse oder eine Subdomain als Wert benötigt.

Dieser Teil der wp-config.php ist der Pflichtteil bzw. definiert die Pflichteinstellungen für WordPress. Nur wenn die Werte hier richtig aufgeführt sind, machen die weiteren Konfigurationsmöglichkeiten überhaupt Sinn. Andernfalls wird die Seite wie schon erwähnt unerreichbar.

[sam id=“1″ codes=“true“]

Weitere Konfigurationsmöglichkeiten

1. Authentifizierungsschlüssel

Dank wp-config.php kann man die Verschlüsselung der Benutzeranmeldung bei WordPress deutlich verbessern. Benötigt werden dafür acht Konstanten.
Der Aufbau des Authentifizierungsschlüssels bei wp-config.php sieht typischerweise so aus:

/**#@+
* Authentication Unique Keys and Salts.
*
* Change these to different unique phrases!
* You can generate these using the {@link https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ WordPress.org secret-key service}
* You can change these at any point in time to invalidate all existing cookies. This will force all users to have to log in again.
*
* @since 2.6.0
*/
define(‚AUTH_KEY‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚SECURE_AUTKEY‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚LOGGED_IN_KEY‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚NONCE_KEY‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚AUTH_SALT‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚SECURE_AUTH_SALT‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚LOGGED_IN_SALT‘, ‚put your unique phrase here‘);
define(‚NONCE_SALT‘, ‚put your unique phrase here‘);

Der Teil bis zum ersten define-Befehl kann ignoriert werden, da dieser nur der Beschreibung dient. Die _KEY-Konstanten sind für eine grundsätzlich bessere Verschlüsselung und Sicherheit nötig, während die _SALT-Konstanten für eine nochmals erweiterte Verschlüsselung sorgen. Für die Werte werden Strings benötigt, die für jede Konstante verschieden sind und möglichst Sonderzeichen beinhalten. WordPress selber stellt unter https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ einen (kostenlosen) Online-Generator für eindeutige Zeichenfolgen zur Verfügung. Einfach den generierten Wert in den entsprechenden define-Befehl einfügen.

2. Spracheinstellungen

Auch die Sprache von WordPress kann über wp-config.php geändert werden. Dazu muss in einer entsprechenden define-Befehlszeile einfach der Wert der jeweiligen gewünschten Sprache eingefügt werden. Um WordPress z.B. auf Deutsch umzuschalten, gibt man einfach ein:

define(‚WPLANG‘, ‚de_DE‘);
Dies würde natürlich nur Sinn machen, wenn die betreffende WordPress-Version nicht schon standardmäßig auf Deutsch eingestellt ist. Für das Umschalten auf die englische Sprache setzt man als Wert entsprechend ‚en_EN‘ ein und so weiter.

3. Fehlermodus einschalten

Diese Konfigurationsmöglichkeit bei wp-config.php ist in erster Linie für Entwickler interessant. Über die Konstante ‚WP_DEBUG‘ kann der Debugging Modus bzw. der Fehlermodus eingeschaltet werden. Standardmäßig sieht die betreffende Befehlszeile so aus:

define(‚WP_DEBUG‘, false);

Will man den Fehlermodus einschalten, der also wie man sieht standardmäßig ausgeschaltet ist, so setzt man einfach true statt false als Wert der Konstante ein.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch unzählig weitere Konfigurationsmöglichkeiten mit wp-config.php, die zentralen wurden hier aufgezählt, und helfen, den Grundaufbau der wp-config.php besser zu verstehen.

 

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