WordPress erreicht Marktanteil von über 27%

WordPress hat im November 2016 erstmals einen Marktanteil von über 27% erreicht. Genauer gesagt werden nun 27,1% aller Webseiten im Internet mit WordPress verwaltet, also etwas mehr als jede vierte Webseite. WordPress ist damit gemessen an der Anzahl von Webseiten weiterhin das mit Abstand meistgenutzte Content-Management-System (CMS) der Welt.

Den zweiten Platz hinter WordPress hält weiterhin Joomla, das einen Marktanteil von 3,3% aufweist. Dahinter auf Platz Drei befindet sich Drupal mit einem Marktanteil von 2,2%, wobei Drupal dafür die Nase vorn hat bei der Anzahl von Webseiten mit hohem Traffic. Matt Mullenweg, der Gründer von WordPress, kündigte bereits im Januar 2015 an, dass er für WordPress einen Marktanteil von über 50% anstrebt. Das Ziel ist es also, irgendwann die Mehrheit aller Webseiten im Internet über WordPress zu verwalten. Momentan benutzt die Mehrheit der Seiten im Internet noch überhaupt kein CMS.

[sam id=“1″ codes=“true“]

 

Tatsächlich sieht es schon seit einiger Zeit gut aus für WordPress. 2011 hatte man noch „nur“ einen Marktanteil von 13,1%. WordPress veröffentlichte seitdem eine große Anzahl an verschiedenen Projekten. So zum Beispiel „Calypso“, die auf JavaScript basierte Benutzeroberfläche für WordPress.com, die sich großer Beliebtheit erfreut seit der Veröffentlichung im November 2015. Außerdem kaufte WordPress bzw. Automattic, die Firma hinter WordPress, die ebenfalls von Matt Mullenweg gegründet wurde, im Mai 2015 „WooCommerce“, ein Plugin, das WordPress um die Funktion eines Onlineshops erweitern kann. Momentan wird WooCommerce bereits auf rund einer Million Webseiten verwendet. Unter allen E-Commerce-System, hält WooCommerce schon jetzt einen Marktanteil von ca. 37%. Dazu kommt noch das Jetpack-Plugin, das die Bedienung von WordPress noch mal um einiges vereinfachen soll und viele zusätzliche Features und Analysetools bietet. Auch Jetpack wird bereits auf mehr als einer Million Webseiten benutzt.

Dies alles soll WordPress weiter voranbringen zum großen Ziel. In der Firmenzentrale von Automattic in San Francisco wurde dafür mittlerweile auch eigens ein Team gegründet: Das „Team 51“, das also den Marktanteil von WordPress mittelfristig auf 51% bringen soll. Mullenweg selber sagt, dass WordPress gut performen muss in Sachen „Shops, Wikis, Immobilienseiten und Gastronomie-Seiten“, also in Bereichen, die für einen normalen CMS-Betreiber auf den ersten Blick weniger wichtig erscheinen.

Denn es gibt durchaus auch einige Gründe zur Sorge für WordPress. Die Konkurrenz schläft nicht und immer mehr werden konkurrierende CMS als benutzerfreundlichere Alternative zu WordPress identifiziert. Mullenweg hat das Problem ebenfalls bereits erkannt: Der Customizer, also der Baukasten der WordPress-Seiten, wurde in den letzten Jahren etwas vernachlässigt und muss wieder verbessert werden.

Laut Mullenweg ist die Weiterentwicklung des Customizers der allerwichtigste Aspekt für WordPress und „die allergrößte Gelegenheit die WordPress-Erfahrung für Anwender zu verbessern.“

Sie haben ein Wordpress-Problem und brauchen schnelle Hilfe?